Selbstschutz für Mädchen und Frauen

Die Österreichische Gesetzgebung hat per 1. Jänner 2016 das österreichische Strafgesetzbuch (StGB) novelliert. Der strafrechtliche Schutz vor Gewalt wurde verbessert und es wurden Erschwerungsgründe eingeführt, die zu einer höheren Strafe führen. So wurde z.B. der Strafrahmen bei schwerer Körperverletzung von 3 auf 5 Jahre angehoben.

 

Um Gewalttaten zu vermeiden, rät die Kriminalprävention folgende Tipps zu beachten:

 

  • Achten Sie auf Ihr Bauchgefühl! Ein „ungutes“ Gefühl ist ein gesundes Warnzeichen und soll unbedingt beachtet werden.
  • Je früher Sie reagieren und Distanz wahren können, desto eher bleiben Sie handlungsfähig.
  • In einer konkreten Situation vermitteln Sie dem Gegenüber, dass Sie kein Opfer sind. Setzen Sie dazu mit Mimik, Gestik, Auftreten starke Zeichen.
  • Teilen Sie Ihr Gefühl mit und sprechen Sie laut und deutlich NEIN! Sprechen Sie gezielt andere Personen an, um sich Unterstützung zu sichern.
  • Es gibt keine allgemeingültige Anleitung. Wichtig ist, entschlossene Gegenwehr und ein Ausnützen des Überraschungseffektes. Gehen Sie gedanklich eine Angstsituation durch und finden Sie so Ihre persönliche Verhaltensweise.
  • Lassen Sie sich von spezialisierten Einrichtungen beraten und trainieren, wenden Sie sich an die Experten der Kriminalprävention unter 059-133.

 

Was kann getan werden, wenn es tatsächlich zu einer Gewalttat oder einem Übergriff kommt? Besonders wichtig ist es, in jedem Fall eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Diese wird vertraulich behandelt.

 

Unter www.gewaltschutzzentrum.at sind bundesweit Opferschutzeinrichtungen und Interventionsstellen für Opfer von Gewalt zu finden. Diese beraten anonym und kostenlos.